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Blog11. November 2021

Durch die Hintertür an die Börse, oder der Kauf einer börsennotierten Gesellschaft – ein Reverse Takeover

Ein Reverse Takeover (RTO) ist eine Methode des Börsengangs ohne den traditionellen IPO-Prozess. Wie funktioniert es, welche Risiken gibt es und wann ist es sinnvoll?

Ein Reverse Takeover (RTO), auch als Reverse Merger bekannt, ist ein alternativer Weg an die Börse, der es einem privaten Unternehmen ermöglicht, börsennotiert zu werden, indem es ein bereits notiertes Unternehmen – eine sogenannte „Mantelgesellschaft“ – erwirbt oder mit ihm fusioniert.

Wie funktioniert ein Reverse Takeover?

  1. Identifizierung einer geeigneten Mantelgesellschaft.
  2. Verhandlung der Übernahme.
  3. Einbringung des Geschäfts.
  4. Das resultierende Unternehmen ist börsennotiert mit dem Geschäft des privaten Unternehmens.

Vorteile gegenüber dem traditionellen IPO:

  • Deutlich schneller.
  • Geringere Kosten.
  • Weniger regulatorische Prüfung beim Eintritt.

Risiken und Nachteile:

  • Mantelgesellschaften können versteckte Verbindlichkeiten oder rechtliche Probleme bergen.
  • Die Due Diligence der Mantelgesellschaft ist kritisch und wird oft unterschätzt.
  • Regulatorische Bedenken – Aufsichtsbehörden können RTOs genauer prüfen.

Paweł Osiński

Rechtsanwalt, Experte für Gesellschaftsrecht und Kapitalmärkte

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